Lebenslauf-Checkliste: ein unverzichtbares Tool

Wie trägt man die duale Ausbildung / Lehre in den Lebenslauf ein? Wie geht man mit Präsenz- oder Zivildienst um? Wie ist das mit Zeitarbeit?

Klare Linie wichtig

Gerade in Lebensläufen ist es wichtig, eine klare Linie zu fahren. Die Struktur und der Aufbau des Leb1313enslaufes sollen für die Rekruting-Abteilungen sofort ersichtlich sein. Der Inhalt wird gerne schnell erfasst, bevor er auf einem der A, B, C-Stapeln landet. Daher ist es wichtig eine klare Struktur aufzubauen und einige kleine Tipps zu berücksichtigen.

Sollten Sie sich bei der Gestaltung Ihres Lebenslaufes nicht sicher sein, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir freuen uns.

Checkliste als praktische PDF-Version zum Download: Checkliste Lebenslauf whatelsen

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Bessere Lebensläufe …

(c) Photorack.net

oder wie Sie verhindern, dass Ihr Lebenslauf Sie dequalifiziert.

Das Sprichwort „Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr“ ist mir noch allzu gut im Gedächtnis. Für Lebensläufe gilt dieses Sprichwort aus meiner Sicht mehr denn je. Allerdings mit einer kleinen Ergänzung. „FALSCHE Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr“ sollte als eine Art inoffizielles Motto beim Abfassen des Lebenslaufs gelten.

Worauf kommt es beim Lebenslauf an?

Das Bewerbungsportal Karriere.at versuchte diese Frage zu beantworten und startete vor einiger Zeit eine Umfrage. Man befragte 123 Personalverantwortliche nach den K.O.-Kriterien in einem Lebenslauf.

Knapp 40 Prozent der Befragten bemängelten, dass sich in den Lebensläufen sehr oft irrelevante – also für die ausgeschriebene Position unwichtige – Informationen befänden. Knapp 1/3 der Befragten gab an, dass viele Kandidat/innen sich mit einer schlechten Struktur und wenig übersichtlichen Unterlagen aus dem Rennen kicken würden und 22 Prozent der Umfrageteilnehmer/innen führten die Lücken als K.O.-Kriterium an. Fast schon süffisant kommentierte „Der Standard“ diesen Punkt: „Die vielzitierten „bunten“ Biografien der modernen Arbeitswelt, in denen auch Brüche und Lücken nicht schaden, sind offenbar in der Wirklichkeit noch nicht angekommen.“ Veraltete Angaben spielen hingegen nur bei 6 Prozent der Befragten eine Rolle. Der Spagat ist also schwierig. Der Lebenslauf soll passgenau sein, Lücken sind jedoch trotzdem ein Thema – und das Ganze soll auch noch schnell lesbar sein, was nicht zwangsläufig bedeuten soll, dass ein Lebenslauf nicht länger als eine Seite sein darf. Grundsätzlich gilt: „Gut gegliederter Inhalt, kommt vor der Form“.

Genauigkeit bei den Jahreszahlen

Die Relevanz der gemachten Angaben und Lücken ist natürlich ein besonders heißes Eisen, wenn es um die genaue Angabe der Dienstverhältnisse geht. Die alleinige Angabe von Jahreszahlen ohne Monate bedeutet für viele Personalist/innen schlichtweg, dass eine Lücke kaschiert werden soll. Die tatsächliche Berufserfahrung wird meistens mit einer Angabe im Stil von „2014-2015“ eher verschleiert. Der/die Bewerber/in kann in diesem Fall zwei Monate, aber auch zwei volle Jahre gearbeitet haben. Die mögliche Spannweite ist in jedem Fall so groß, dass nur sehr schwer eine Bewertung vorgenommen werden kann. Wenn Personalist/innen eine Berufserfahrung von 3 Jahren erwarten, sollte dies in etwa 36 Monaten entsprechen und nicht drei Kalenderjahren.

Auch Inhalte bei einem Praktikum angeben

Auch Praktika sind Berufserfahrung. Bei jungen Kandidat/innen sind sie oft die einzige Erfahrung, die vorhanden ist. Daher sollten die Erfahrungen und Lernprozesse, die in Praktika gemacht wurden (sofern keine Praktikumsbestätigung vorliegt, was auf jeden Fall sinnvoll ist) noch einmal im Lebenslauf aufgeschlüsselt werden. Der Grund: etwas was als Praktikum deklariert wird, kann auch ein verstecktes Dienstverhältnis gewesen sein. Mit anderen Worten: Der/die Praktikant/in wurde vielleicht genauso eingesetzt wie die übrigen Angestellten, mit dem alleinigen Unterschied, dass er oder sie nur auf Praktikumbasis im Betrieb war. Auch Ferialpraxis (Ferienjobs) sollten bei jungen Kandidaten nicht so schnell unter den Tisch fallen  – vor allem sind Ferienjobs während einer Ausbildung auch ein schöner Indikator dafür, dass man „etwas tut“.

Leih- und Personalfirmen

Ich sehe immer wieder in Lebensläufen, dass der Name der Leih- und Personalfirma angegeben ist. Dies ist grundsätzlich richtig, da es ja schließlich jene Firme ist, bei der die/der Kandidat/in angestellt war. Allerdings gilt meiner bescheidenen Meinung nach bei Personalfirmen ein anderer Maßstab. Sie sind eine „verwaltungstechnische Größe“ und sagen nichts über meine tatsächliche berufliche Erfahrung aus. Daher kann man es leicht auf den Punkt bringen: Bitte nicht nur den Überlasser hinschreiben. Es bringt wenig, wenn man als Dienstgeber Manpower, Adecco oder Jobbox hinschreibt und tatsächlich als KFZ-Techniker für Rheinmetall MAN gearbeitet hat. Sollte man bei einem Personaldienstleister über einen längeren Zeitraum zu unterschiedlichen Unternehmen geschickt worden sein, gilt wieder das Relevanzprinzip. Führen Sie bitte nur jene Positionen an, die für die Bewerbung wichtig sind.

Auf den roten Faden achten

Und dies bringt mich zu meinem nächsten Punkt. Zwecks Illustration möchte ich einen Fall aus meiner Praxis erzählen, der stellvertretend für etliche Lebensläufe ist. Einer meiner jungen Kandidaten verzeichnete eine ganze Reihe an unterschiedlichen Beschäftigungen, was ja eigentlich löblich ist: Eine angebrochene Lehre im technischen Bereich, eine Anstellung in einem Supermarkt, eine Anstellungs als Botenfahrer und eine geringfügige Anstellung („Minijob“) als Sicherheitsmitarbeiter bei Konzerten und Fußballveranstaltungen standen zu Buche. Wo liegt hier der rote Faden? Der Eindruck ist natürlich klar: Der Kandidat nimmt gerade das, was er bekommt, hat keine klare Zielvorstellung und springt von einer Tätigkeit zur nächsten. In Fällen wie diesen, sollte man versuchen den Lebenslauf zu „bügeln“. Ein einmonatiges Engagement als Botenfahrer kann schon mal aus dem Lebenslauf gestrichen werden, wenn es für die angestrebte Position keine Rolle spielt. Wenn die Lücke dadurch nicht zu groß wird und einen gewissen Erklärungsbedarf hervorruft, ist dies durchaus ein probates Mittel.

Online-Profil und Lebenslauf müssen passen

Hält Ihr Online-Profil auf XING und LinkedIn Schritt mit Ihrem Lebenslauf? Oder verschieben sich die Angaben sehr deutlich, wenn man beide miteinander vergleicht? Sind Sie auf Facebook zu finden und geben dort ein anderes Bild von sich als in der Bewerbung? Dann sollten Sie ihre Profile auf Vordermann oder Vorderfrau bringen. Mittlerweile werden Profile auch gegoogelt. Personalentscheider/innen versuchen natürlich Informationen über Sie im Netz zu finden und werden diese abgleichen. Vielleicht nicht beim ersten Vorstellungsgespräch, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit dann, wenn Sie in die engere Auswahl kommen.

Bewerben auf Positionen, in denen Sie das meiste Know-How haben

Eigentlich logisch. Sollte man meinen. Die Chancen eine Arbeitsstelle zu finden, steigen natürlich, wenn ich mich auf Jobs spezialisiere, in denen ich die meiste Erfahrung mitbringe. Diese Binsenweisheit wird jedoch nicht immer umgesetzt. Das kann ungeahnte Folgen haben. Viele Jugendliche absolvieren eine Lehre und kommen dann drauf, dass sie den erlernten Beruf nicht mehr ausüben wollen. Anstatt sich zumindest eine verwandte Position zu suchen, nehmen Sie irgend eine Hilfstätigkeit an. Ein KFZ-Mechaniker wechselte so zum Beispiel in den Lebensmittelhandel. Natürlich wird die Rückkehr in den angestammten Beruf von Tag zu Tag schwieriger. Grundsätzlich ist es natürlich kein Problem nicht nur die Arbeitsstelle und die Firma zu wechseln. Viele streben sogar einen kompletten Berufswechsel an. Allerdings ist ein häufiger Berufswechsel (Verkauf, Zustellung, Gastronomie, Bau) natürlich auch etwas, das in einem Zeitalter der zunehmenden Spezialisierung nicht unbedingt positiv gesehen wird. Daher empfehle ich Vorsicht. Sollten Sie unzufrieden mit ihrem Job sein, prüfen Sie bitte genau, ob es am Job an sich oder an ihrem Arbeitsumfeld liegt. Vielleicht reicht auch ein Abteilungs- oder Firmenwechsel. Sollte es zutreffen, dass Sie mit der Tätigkeit an sich nichts mehr anfangen können, prüfen Sie verwandte Berufe. Das erleichtert auch den Umstieg und in der Folge die Jobsuche.


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Einladung: Anders bewerben in fünf Runden (21. April 2016)

wordleDie Bewerbungsliteratur boomt, zahlreiche Bücher erklären Ihnen, wie der Bewerbungsmarkt funktioniert. Allerdings ersetzt die Literatur nicht den direkten Erfahrungsaustausch und oft bedarf es nur einiger weniger Impulse, um den Bewerbungen neuen Auftrieb zu geben und schneller zu Vorstellungsgesprächen zu kommen. Daher lade ich Sie recht herzlich zu einem Kurzbewerbungstraining ein. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Spende für den Veranstaltungsraum ist herzlich willkommen.

Bewerbungstraining: kurz, knackig und gut

In fünf kurzen Themenblöcken erhalten Sie die wichtigsten Informationen zum Thema Bewerbung.

Erste Runde: Vom Warten. Warum Unternehmen allzu oft auf die richtigen Bewerber/innen und Bewerber/innen auf den richtigen Job warten.

Zweite Runde: Wo finde ich die guten Jobs? Ein Wunschkonzert. Das Zauberwort „verdeckter Arbeitsmarkt“ wird immer wieder strapaziert. Dennoch ist es wichtig, sich Zeit für dieses Thema zu nehmen und folgende Frage zu beantworten: Wo finde ich die entscheidenden Informationen? Es ist  sehr wichtig herauszufinden, was die Unternehmen wollen. Wenn ich das herausgefunden habe, gibt es nur mehr eine Themenstellung zu lösen: Kann ich liefern?

Dritte Runde: Der lückenlose Lebenslauf. Ist der lückenlose Lebenslauf wirklich der Gral der Bewerbungen? Wie wird mein Lebenslauf zum goldenen Ticket für das Vorstellungsgespräch? Es gibt immer verschiedene Stile und Wege. Vor allem gilt, dass das Gericht, das Sie für andere kochen, ihren Gästen schmecken muss.

Vierte Runde: das AMA-Prinzip. . „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ Dies soll angeblich Albert Einstein gesagt haben. Interessanterweise trifft dieses Zitat auf viele Bewerbungsprozesse zu. Daher ist es verständlich, dass sich Frust einstellt und wenn die Antworten ausbleiben wird es noch schlimmer. Aufgegeben wird bekanntlicherweise jedoch nur ein Brief. Mit dem AMA-Prinzip raus aus der Komfortzone

Fünfte Runde: Abschluss und andere Kleinigkeiten. Hier finden Detailfragen Platz… und wie wir alle wissen ist ein gemütlicher Ausklang immer die beste Art weitere Themen zu besprechen.

 

Anders bewerben in fünf Runden

21. April 2016 um 18:30 Uhr
read!!ing room
Anzengrubergasse 19/1
1050 Wien
Anmeldung bitte per Mail an: whatelsen [at] gmail.com (Anmeldeschluss 20. April)

 

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Bewerbungen per E-Mail! Mit dem richtigen „Betreff“.

Sowohl als Trainer als auch im Personalbereich erlebe ich es immer wieder: Ich arbeite beispielsweise an einer Unternehmensrecherche und da mein E-Mail-Account offen ist, höre ich öfters ein freundlich gedachtes „Bling“. Kurz danach erscheint in der unteren Ecke ein kleines Pop-Up-Fenster mit dem Betreff: „Bewerbung“ oder „Lebenslauf“ verbunden mix xyz-Freemail-Adresse.

Beim Bewerben lohnt es sich nicht irgendwie in die Tasten zu hauen.

Ich gehe dann in meinen Posteingang und es reihen sich mehrere Bewerbungen untereinander. Alle haben einen ähnlichen Titel und lauten auf „Bewerbung“ oder „Lebenslauf“. Selten lese ich Betreffzeilen wie „Lebenslauf von Carla Musterfrau / Bewerbung als Außendienstmitarbeiterin“ oder „Bewerbungsunterlagen Marius Werber / Bewerbung als EDV-Techniker“. 


Auch bei Initiativbewerbungen sollte der genauere Wortlaut gelten. Es mag zwar das Kinderüberraschungs-Ei-Prinzip kurzfristig gelten, längerfristig jedoch macht ein genauer und ausführlicher „Betreff“ einen guten Eindruck. Das schlichte Initiativbewerbung macht zwar auf der einen Seite neugierig, auf der anderen Seite ist es gerade für HR-Abteilungen vielleicht etwas nervig, wenn sie das 10. Mail mit dem Titel „Initiativbewerbung“ bekommen und erst herausfinden müssen, auf was sich der/die potenzielle Kandidat/in bewirbt.

Allein dieser Bewerbungseinstieg ist für viele Personaler/innen, bei denen andauernd Bewerbungen eintrudeln, bisweilen ärgerlich. Sie müssen die Mails öffnen und erst zu den ausgeschriebenen Stellen zuordnen. Daher gilt: Wenn die E-Mails mit einem entsprechenden Betreff versehen sind, erleichtern Sie allen Beteiligten das Leben. Als Bewerber/in finden Sie Ihre Bewerbungen schneller in den „Gesendeten Nachrichten“ wieder und die Personaler/innen freuen sich über Bewerber/innen, die den Selbsteinschätzungen „Genauigkeit“ und „kommunikativ“ bereits im Rahmen ihrer ersten Kontaktaufnahme Taten folgen lassen.

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