Lebenslauf-Checkliste: ein unverzichtbares Tool

Wie trägt man die duale Ausbildung / Lehre in den Lebenslauf ein? Wie geht man mit Präsenz- oder Zivildienst um? Wie ist das mit Zeitarbeit?

Klare Linie wichtig

Gerade in Lebensläufen ist es wichtig, eine klare Linie zu fahren. Die Struktur und der Aufbau des Leb1313enslaufes sollen für die Rekruting-Abteilungen sofort ersichtlich sein. Der Inhalt wird gerne schnell erfasst, bevor er auf einem der A, B, C-Stapeln landet. Daher ist es wichtig eine klare Struktur aufzubauen und einige kleine Tipps zu berücksichtigen.

Sollten Sie sich bei der Gestaltung Ihres Lebenslaufes nicht sicher sein, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Wir freuen uns.

Checkliste als praktische PDF-Version zum Download: Checkliste Lebenslauf whatelsen

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Österreichs Facharbeiter*innen wollen bei den World Skills abräumen…

Bei der Euroskills 2016 in Göteborg räumte Österreich groß ab. 35 Teilnehmer*innen gewannen 15 Medaillen (5 Gold, 5 Silber, 4 Bronze) und 9 Medaillon-Diplome, die für eine sehr hohe Punktzahl stehen.  Lisa Janisch wurde, als Malerin, zur „Best of Europe“ gekührt – ein beeindruckender Erfolg.

Vierzig Jungfacharbeiter*innen starten im kommenden Herbst bei den World Skills in Abu Dhabi

Nun beginnen die Vorbereitungen für die Berufsweltmeisterschaften 2017 in Abu Dhabi. Waren es 2016 „nur“ zwei Wiener, die dem österreichischen Kader angehörten, werden es für Abu Dhabi fünf Jungfacharbeiter*innen aus der Bundeshauptstadt sein. Daniel Frank geht als Elektroniker an den Start,  Magdalena Halbmayr wird als Konditorin ihr Können beweisen, Patrick Taibel vertritt die IT Netzwerk- und Systemadministratoren. Alexander Tury und David Wagner treten als Maurer und Schalungsbauer an. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass Magdalena Halbmayr und Patrick Taibel in Niederösterreich wohnen und in Wien ausgebildet wurden.  Auch die Betonbauer  stammen aus den Bundesländern – treten jedoch für ihr Wiener Unternehmen an. Somit  ist Daniel Frank der einzige „waschechte“ Wiener.

Zusätzlich wird das Team von 12 Wiener Fachtrainer*innen oder sogenannten Expert*innen, wie es im Fachjargon heißt, begleitet: Sie kommen aus unterschiedlichen Bereichen. Einerseits handelt es sich um Lehrlingsausbildner*innen direkt aus den Unternehmen, andererseits sind auch HTL-Lehrer*innen und Berufsschulehrer*innen mit dabei.

Insgesamt wird die Hauptstadt der Vereinigten Emiraten 40 Teilnehmer*innen aus neun Bundesländern begrüßen dürfen (7 Frauen und 33 Männer).  Sie treten in 36 Einzel- und Teambewerben an. Unterstützt werden die einzelnen „Wettkämpfer*innen“ von insgesamt 37 Expert*innen.

Hohe Messlatte

Aus Wiener Sicht haben es besonders die Betonbauer Alexander Tury und David Wagner, die bei einem der größten österreichischen Bauunternehmen eine Doppellehre zum  Maurer und Schalungsbauer absolviert haben, sehr schwer. Die Messlatte ist sehr hoch: Ihre Kollegen gewannen 2015 beim letzten Word Skills-Bewerb in Sao Paulo (Brasilien) den Titel. Die beiden Betonbauer planen dem Einvernehmen nach 7 Wochen intensives Training für den Bewerb.

Die Qualität der österreichischen Maurer- und Schalungsausbildung hat sich bereits herum gesprochen. Laut einem Bericht der „Wiener Wirtschaft“ trainiert ein Team aus Russland in der Bauakademie in Guntramsdorf. Die österreichischen Ausscheidungen im Schalungsbau hatten dadurch sogar einen internationalen Charakter. Zwei russische Schalungsbauer nahmen am Bewerb teil und wurden sensationelle Dritte.

Kurztrainingslager

Nach der Zusammenstellung des Nationalteams begann die heiße Phase des Trainings. Die Teilnehmer*innen trafen sich in der ersten Juliwoche in der neu eröffneten BauAkademie in Oberösterreich, um ein dreitägiges Trainingsprogramm zu absolvieren. Ein wichtiger Aspekt des Lehrgangs war das Teambuilding. Die individuelle Trainingsarbeit wird über den Sommer weiter geführt. Gemeinsam mit den Expert*innen trainieren die Teilnehmer*innen in ihren jeweiligen Berufssparten – oft zusätzlich zur regulären Arbeit. Aber auch Wettkämpfe stehen auf dem Programm. In der Sparte Mechatronik wurde ein Länderkampf zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz organisiert und – so wie die russischen Betonbauer – nahmen auch einige österreichische Teilnehmer*innen an einem ausländischen Bewerb teil. Im Juni fand die „China International Skills Competition“ statt.

Wettbewerb in China

Laut WKO rangen beim Bewerb in der VR China insgesamt rund 1.100 Teilnehmer*innen aus 38 Ländern um Medaillen. Der Niederösterreicher Klaus Lehmerhofer konnte in der Sparte KFZ den sensationellen zweiten Platz erkämpfen. Auch sein Kollege aus dem Karosseriebau, Simon Winder (Vorarlberg), erreichte eine Platzierung unter den Top 10. Er wurde 7. Der burgenländische Bautischler Walter Sailer gewann ebenfalls Silber. Monika Pöllabauer (Steiermark) holte in der Kategorie „Restaurant Service“ sogar die Goldmedaille.

Darüber hinaus kehrten Isabella Schierl (Salzburg / Mode Technologie) und  Daniel Frank (Wien / Elektronik) mit einem sogenannten Diplom „Medallion for Excellence“ nach Österreich zurück. Die Medaillons sind nicht zu unterschätzen; sie gehen an Kandidat*innen, die zwar keine Medaille erreichten, dennoch mehr als 500 von 600 möglichen Punkten erzielten. Medaillongewinner*innen haben meistens nur um wenige Punkte eine Medaille verfehlt. Die Diplome sind jedoch mehr als ein Stück Papier. Sie beweisen, dass man eine sehr gute Leistung brachte und dass die Konkurrenz enorm  stark war.

Die Weltherrschaft erzielen

Das österreichische Nationalteam der Jungfacharbeiter*innen ist also bereits jetzt gut vorbereitet auf die „World Skills“, die Mitte Oktober in den Vereinigten Emiraten stattfinden. Die Österreicher*innen wollen – angesichts der guten Ergebnisse in China – mit etlichen Medaillen nach Österreich zurück kehren.

Übrigens finden die nächsten Euroskills – also die Europameisterschaften der Jungfacharbeiter*innen – 2018 in Budapest und 2020 in Graz statt. (Fast) ein (doppeltes) Heimspiel für das bereits jetzt die organisatorischen Vorbereitungen laufen.


Quellen:

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Äpfel mit Birnen vergleichen – oder misstraut gelegentlich (Arbeitsmarkt)-Statistiken

Die Wissenschaft beweist…

Angeblich soll Winston Churchill das Bonmot geprägt haben, dass er nur jenen Statistiken Glauben schenke, die er selbst gefälscht habe. Mir gefällt der Satz des britischen Humoristen Lionel Strachey noch besser: „Die Statistik ist eine große Lüge, die aus lauter kleinen Wahrheiten besteht.“

Die österreichischen Tageszeitungen  „Die Presse“ und „Heute“ veröffentlichten am 28. Juli jeweils einen Artikel zum selben Thema. „Die Presse“ präsentierte unter dem auflagenträchtigen Titel „Österreicher lieber arbeitslos als Billiglohnempfänger“  die neueste Ausgabe des Randstad Workmonitors. Der Lead weist dann auf ein zweites Thema hin: „Auch mit dem Auswandern könnten sich die Österreicher nicht so anfreunden, um in einen angestrebten Job einzusteigen. Nur 38 Prozent würden einer Umfrage zufolge vorübergehend ins Ausland ziehen.“ Randstad – ein niederländischer Personaldienstleister, der 1960 gegründet wurde und seit 2013 auf dem österreichischen Markt ist – gehört zu den größten Personaldienstleistern weltweit. Das Unternehmen kaufte 2013 USG People. Der Konzern ist laut eigenen Angaben in 39 Ländern an 4.400 Standorten aktiv.

Noch pointierter präsentierte die Wiener Gratiszeitung „Heute“, die ja unterschiedlichen Berichten zufolge bald in den Genuss von Presseförderung kommen soll,  dasselbe Thema: „Österreicher lieber arbeitslos als unterbezahlt.  Eine neue Studie enthüllt: 72 Prozent der Österreicher wären lieber arbeitslos, statt einen Job mit niedrigen Gehalt oder einer niedrigen Position zu akzeptieren.“

Interessant ist der Vergleich dieser beiden Schlagzeilen mit Randstad selbst, die Ihre Studie über OTS mit dem Titel: „Umschulen, Weiterbilden, Auswandern – Wie viel Veränderung akzeptieren die Österreicher für den Job?“ vorstellten und damit die wichtigsten Parameter der Umfrage gleich in den Titel ihrer Presseaussendung positionierten. Presseaussendungen folgen jedoch teilweise anderen Konzepten als publizierte Artikel.

Zum Inhalt

Aber zurück zu Lionel Strachey und den kleinen Wahrheiten. „Heute“ und „Die Presse“ zitieren vollmundig den Workmonitor-Report des 2. Quartals und behaupten, dass die Menschen in Österreich lieber arbeitslos wären, als einen schlechter bezahlten Job anzunehmen. Allerdings ist dies nicht ganz korrekt. Die offizielle Fragestellung des Personaldienstleisters lautete: „Ich würde ein niedrigeres Gehalt oder eine berufliche Degradierung akzeptieren, um meinen Job zu behalten.“ 28 Prozent der Befragten konnten der Aussage zustimmen. 3 Prozent stimmten dieser Aussage sogar „voll und ganz“ zu.  Allerdings suggerieren sowohl „Heute“ als auch „Die Presse“, dass die Fragestellung von Randstad wie folgt lautete: „Ich würde lieber arbeitslos sein, als ein niedrigeres Gehalt oder einen berufliche Degradierung zu akzeptieren.“ Inspiriert vom  Randstad-Ergebnis, startete“Heute“ eine Umfrage, die den Akzent deutlich verschiebt. Wie repräsentativ das Ergebnis ist, kann nicht gesagt werden. „Heute“ wird mehrheitlich in Wien gelesen und eine Alternativ-Fragestellung funktioniert ein wenig anders als eine Aussage, der man mehr oder weniger zustimmen soll und kann. Aber lesen Sie selbst:

Umfrage
Arbeiten ja, aber nicht um jeden Preis?
Ich würde auch unterbezahlt arbeiten, ich kann mich dann noch immer um einen neuen Job umsehen. 33 %
Zu wenig Geld? Dann lieber arbeitslos und ich suche, bis ich was Passendes habe. >67 %
Insgesamt 547 Teilnehmer

Gender Pay Gap

Eine genauere Darstellung der Zahlen aus dem „Workmonitor“ von Randstad wäre im Rahmen der Berichterstattung wichtig gewesen. Laut Studie könnten sich 35 Prozent der männlichen Befragten vorstellen, eine schlechtere Bezahlung / Degradierung zu akzeptieren, um den Job zu sichern. Bei den Frauen seien es nur 22 Prozent. Mit anderen Worten: Frauen in Österreich wollten in weitaus geringerem Ausmaß Gehaltseinbußen zwecks Jobsicherung hinzunehmen, als ihre männlichen Kollegen. Woher kommt dieser Unterschied? Er wird weder von den Studienautor*innen erklärt, noch von den Medien thematisiert.

Als Blogger darf ich ein wenig über eine Antwort spekulieren. In Österreich verdienen Frauen im Schnitt noch immer ca. 21 Prozent weniger als Männer. Auch übernehmen Frauen deutlich öfters Teilzeitpositionen als ihre männlichen Kollegen. Mit anderen Worten: Die Einkommenssituation vieler Frauen in Österreich ist schlechter als jene der Männer. Dies könnte erklären, wieso deutlich mehr Frauen eine schlechtere Bezahlung / Degradierung nicht gerade als Option zur Jobsicherung ansehen.

Äpfel- und Birnenstatistik

Weiters sind die Vergleiche zwischen 33 sehr unterschiedlichen  Ländern nur bedingt aussagekräftig. Vor allem, wenn man Länder wie Indien, Luxemburg, die USA und Österreich nebeneinander stellt. Es sind halt Äpfel, die mit Birnen, Grapefruits und Nüssen verglichen werden. Nehmen wir beispielsweise Argentinien. Das Land in Südamerika verzeichnet mit über 8 Prozent Arbeitslosenquote eine deutlich höhere Arbeitslosigkeit als Österreich. Dennoch würden – Laut Studie –  noch weniger Menschen eine Degradierung/Schlechterstellung beim Gehalt in Kauf nehmen als in Österreich. Klingt komisch, ist aber so. Dafür würden 62 Prozent der Argentinier*innen für einen neuen Job ins Ausland abwandern. In Österreich seien es angeblich nur 36 Prozent (dazu später mehr). In Argentinien ist das Arbeitslosengeld ebenfalls anders geregelt als in Österreich. Es wird mit laufender Dauer gekürzt, um den Anreiz nach einer neuen Arbeit zu erhöhen. Die Dauer der Unterstützung hängt noch viel stärker als in Österreich von den vorhergehenden Versicherungszeiten ab.

 

Österreicher*innen wenig mobil – wirklich? Fehler in der Darstellung

Was in anderen Beiträgen in diesem Blog bereits festgestellt wurde, wird auf den ersten Blick auch durch die Randstad-Umfrage dokumentiert. Die Menschen in Österreich sind wenig mobil, wenn es um eine neue Stelle geht. So würden – wie bereits gesagt – nur 36 Prozent („Heute“ nennt aus unerfindlichen Gründen 38 Prozent sic!!!) der Befragten ins Ausland wechseln, wobei der Gender-Aspekt auch hier sehr interessant ist. Laut Umfrage könnten 55 Prozent der weiblichen Befragten und lediglich 40 Prozent der männlichen „Probanden“ sich vorstellen ins Ausland zu wechseln… Wie war das?  Moment, da passt etwas nicht: Wenn 55 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer ins Ausland wechseln würden … wie kommen wir dann auf einen Durchschnittswert von 36 Prozent? Es müssten doch dann deutlich mehr als 40 Prozent der Befragten sich bereit erklären, bei fehlenden Jobangeboten, ins Ausland zu wechseln.

Die Studie listet auch unterschiedliche Altersgruppen auf. Machen wir die Gegenprobe beim Altersschnitt: Alle Altersgruppen weisen einen Wert von mindestens 50 Prozent (Altersgruppe der 35 – 40-Jährigen) auf. Nehme ich hier den Durchschnittswert müsste ich also ebenfalls über 50 Prozent an Zustimmung zur Aussage kommen. Betrachten wir die Ergebnisse nach Männern und Frauen, kommen wir auf einen Durchschnittswert von gerundet 48 Prozent (40 Prozent der Männer stimmen der Aussage zu und 55 Prozent der Frauen). Welchen Wert dürfen wir denn nun veranschlagen: ein Drittel (36 Prozent), knapp die Hälfte (48 Prozent) oder doch mehr als der Hälfte?

Dies sind nur einige Unschärfen, die ich entdeckt habe und die kommentarlos von den Medien übernommen wurden. Auf die Frage: „Ich muss mich laufend weiterbilden, um am Arbeitsmarkt vermittelbar zu bleiben bzw. noch besser vermittelbar zu werden“ geben die meisten Befragten eine deutlich positive Antwort. Im internationalen Vergleich spricht Randstad von einer hohen Zustimmung und gibt im Ländervergleich als höchsten Wert 56 Prozent an. Österreich würde 18 Prozent erreichen. Wie kann man da von einer hohen Zustimmung sprechen? Des Rätsels Lösung: Die Balken stellen nicht die hohe Zustimmung dar, sondern die niedrigen Ablehnungswerte.

Es kann natürlich an meinen Rechenkünsten liegen, dass ich etwas übersehe und die Zahlen von Randstad stimmen. Aber soweit ich informiert bin, müssen Prozentangaben immer passen- Für mich gilt also der Satz von Erich Kästner immer mehr: „Misstraut gelegentlich euren Schulbüchern! Sie sind nicht auf dem Berg Sinai entstanden…“ (Aus „Ansprache zum Schulbeginn“). Im Zeitalter von Copy & Paste gilt dies mehr denn je. Und gerade bei einem so wichtigen Thema, wie jenem der Erwerbsarbeit, sollte man schon genau sein. Egal ob bei „Randstad“, „Heute“ oder „Die Presse“…


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betriebsrat goes whatelsen

betriebskontakt war gestern. Ab sofort heißt mein Twitter-Account: „whatelsen„. Irgendwie logisch oder? So kommt zusammen, was zusammen gehört.  Inhaltlich wird sich auch eine Kleinigkeit ändern. Die Jobberie bekommt auch einen eigenen Twitter-Account. So gehört zusammen, was zusammen passt und so ist getrennt, was nicht zusammen gehört. Ich hoffe weiter auf regen Austausch. Whatelse(n)!!!

 

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